Operationen mit Hüftgelenksersatz, dem sogenannten künstlichen Hüftgelenk, sind heute aufgrund der stets höheren Lebenserwartung unserer Bevölkerung und aufgrund der Häufigkeit immer mehr ein Routineeingriff. Komplikationen treten nur selten auf. Falls jedoch, dann weil die Patienten oft nicht wissen, was man unter allen Umständen in den ersten Monaten nach der Operation vermeiden sollte. 

Da das künstliche Hüftgelenk/Hüftprothese erst „verwachsen“ muss und sich die Strukturen außen um das Operationsgebiet erholen und an die neue Situation gewöhnen müssen, gilt es folgendes zu vermeiden: 

Machen Sie keine Bewegungen, die eine zu starke Beugung im Hüftgelenk hervorrufen. Hierzu gilt als besondere Gefahrenquelle das Absitzen auf Tiefe Stühle oder das Schuhe binden, denn die Beugung sollte 90° nicht überschreiten, also quasi nie mehr als einen rechten Winkel zwischen Oberschenkel und Oberkörper. 

Bitte beachten sie, dass keine Rotationen stattfinden sollten. Dies gilt sowohl für das Liegen als auch für das Stehen und Gehen.  Als Beispiel ist hier im Liegen eine Art „Scheibenwischer“ Bewegung der Füsse zu unterlassen. Und beim Gehen sollten Sie vor allem beim Richtungswechsel darauf achten, dass sie hierbei kleine Schritte machen und nicht über das stehende verletzte Bein drehen. 

Ebenso sollten Sie beim Gehen Wert darauflegen, dass das operierte Bein die Körpermitte nicht überschreitet, d.h. die Beine in dieser Zeit nicht Überkreuzen, weder im Liegen, Stehen oder Sitzen.  

Nicht weniger brisant ist die Liegeposition beim Schlafen: Seitenlage auf der operierten Seite ist definitiv zu unterlassen. Die Seitenlage auf der gesunden Seite ist nach Rücksprache mit Ihrem Chirurgen meist schon frühzeitig erlaubt. Hierfür muss jedoch ein Kissen zwischen die Beine gelegt werden: Sie erinnern sich, das operierte Bein darf die Körpermitte ich überkreuzen. 

 Der Transfer in das Auto sollte auch gut geübt werden: keine Hüftbeugung über 90°, sowohl beim Sitzen während der Fahrt und beim Ein-und Aussteigen. Auch hier beachten: beim Transfer in und aus dem Auto ist das operierte Bein wohl zu koordinieren, denn die Gefahr des Beinekreuzens ist hier immens hoch. 

Was ist der Hintergrund dieser MassnahmenIn allen beschriebenen und abzuratenden Bewegungen würden die Scherkräfte auf das frisch implantierte Gelenk so groß werden, dass dieses luxieren (auskugeln) kann. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Operation wiederholt werden muss. 

Bewegungen nach außen, die sogenannte Abduktion, Beugungen unter 90° und Bewegungen in die Streckung sind bei nach den heute gängigen Operationsverfahren in der Regel unproblematisch.  

Wir bitten Sie dennoch, diese Themen mit ihrem operierenden Arzt zu besprechen da es speziell für ihren Fall möglicherweise Abweichungen geben könnte. Ebenso bitten wir Sie, sich streng an das vom Arzt beim Austritt beschriebene Procedere zu halten. In der Regel werden Sie dieses in ihrem Austrittsbericht finden. 

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